Die Spargelsaison ist eröffnet!

Und schon ist er wieder da, der leckere Spargel. Ob weiß, lila oder grün, da kann der Geschmack entscheiden.

Am liebsten mögen die Deutschen den milden weißen Spargel. Kein Gemüse ist geschmacklich mit dem Spargel vergleichbar. Die Geschmacksrichtungen bitter, sauer, salzig und umami (der Gesamteindruck des Geschmacks) sind im Spargel allesamt vereint. Jedoch ist tatsächlich der süße Geschmack im Vordergrund. Und auch schon der frühe Spargel ist sehr lecker, leider jedoch etwas teurer. Das liegt daran, dass der Aufwand von Anbau und Ernte enorm ist und es sich um ein Saisongemüse handelt.

Ob der Spargel nun grün, lila oder weiß ist, das entscheidet die Sonne. Grüner Spargel wird oberhalb der Erde geerntet und ist deshalb geschmacklich intensiver. Für Grünspargel werden andere Sorten angebaut. Daher sind beim grünen Spargel die Stangen dünner, und man braucht auch nur das untere Drittel der Stangen zu schälen.
Violetter Spargel wird wegen seines feinen, im Vergleich zum Bleichspargel minimal kräftigeren und würzigeren Geschmacks besonders in Frankreich geschätzt. Auch im deutschsprachigen Raum wird er von Kennern gerne gewählt. Violetter Spargel wird gestochen, wenn er die Erdoberfläche schon leicht durchbrochen hat. Bei Lichteinwirkung färben sich die Spargelspitzen durch Anthocyan schnell violett. Violetter Bleichspargel ist leider im Handel noch eher selten zu finden. Da sich sein Geschmack nur geringfügig vom weißen Spargel unterscheidet, eignet sich violetter Spargel für alle klassischen Spargelgerichte.

Woran erkenne ich den frischen Spargel?

Frischen Spargel erkennen Sie an fest geschlossenen Spitzen und jeweils gleichmäßigem Durchmesser. Die Spargelenden sollten nicht ausgetrocknet sein.

Wie gesund ist Spargel?

Spargel besteht zu etwa 93 Prozent aus Wasser und hat daher nur ca. 20 Kalorien pro 100 g. Zudem ist Spargel ausgesprochen gesund: neben der für Spargel typischen Asparaginsäure enthält das Gemüse auchl Kalium, Phosphor, Kalzium und die Vitamine A, B1, B2, C, E und Folsäure. Der grüne Spargel ist jedoch von den Inhaltsstoffen seinen beiden Konkurrenten überlegen. Er enthält Chlorophyll und reichlich Vitamin C, außerdem noch Carotin. Spargel wirkt entwässernd, harntreibend und regt die Nierentätigkeit an. Daher sollten Menschen, die unter Wassersucht und Übergewicht leiden, Spargel essen. Durch die Entwässerung kommt es also zu einer Entlastung von Herz und Kreislauf. Man sagt außerdem, dass Spargel große Mengen an für den Menschen unverdaulichen Kohlehydraten enthält, die zu den sogenannten Präbiotika gezählt werden. Diese scheinen sich im Darm positiv auf die Zusammensetzung unserer Darmflora auszuwirken.
Spargel hat aber auch negative Seiten: Wer zu Nierensteinen neigt, sollte auf den Verzehr von Spargel verzichten. Auch bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut sollte auf Spargel verzichtet werden, da sonst eventuell sehr schmerzhafte Gichtanfälle ausgelöst werden könnten. Fragen Sie in solchen Fällen Ihren Arzt, wie häufig Sie Spargel essen dürfen.

Warum riecht das Pipi nach Spargelessen so komisch?

Mehrere schwefelhaltige Substanzen sind es, die für den gewöhnungsbedürftigen Geruch des Urins verantwortlich sind. Welche Inhaltsstoffe im Spargel aber zu diesen Substanzen abgebaut werden, ist noch nicht geklärt. Vermutlich sind schwefelige Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparaginsäuren an der Geruchsbildung beteiligt. Übrigens sollen nur ca. 50% der Spargelkonsumenten von den merkwürdigen Gerüchen betroffen sein. Die andere Hälfte kann Spargel ohne spätere Geruchsbeeinträchtigung essen, wobei wiederum unbekannt ist, ob dafür der Geruchssinn oder eine andere Art der Verdauung verantwortlich ist.

Ein Beitrag in der WDR Servicezeit vom 04.04.2017!

Saison ist Ende April bis zum 24. Juni (Johannistag). Die Ernte muss beendet werden, damit die Pflanzen sich regenerieren können.

Für weitere Infos: www.spargel.net und   www.spargelseiten.de

 

 

 

 

 

 

 

 

2017-04-05T16:36:18+00:00